| Das
Fest
des
Breitensports
in
Grimma Erfolgreiche Premiere des DeutschlandPokals für Hobbyläufer |
sonders
im
zweiten
Tanz
waren
Beate
Inkmann
/
Thomas
Roggatz
(Möhnesee)
der
Konkurrenz
voraus.
Sie
zeigten
die
tiefsten
Bogen,
die
größten
Spurenbilder
in
beiden
Runden
und
hielten
den
Rhythmus
am
besten.
Im
kommenden
Jahr
soll
zusätzlich
SoloEistanz
ins
Programm
aufgenommen
werden. Highlights der Meisterschaften waren erneut die Interpretationswettbewerbe. Für Begeisterung sorgten James Fairclough als Cowboy mit Steckenpferd und Katja Paul (beide Berlin) im Clownskostüm. Igor Kanunnikow (Grimma) tanzte als Zitronenfalter über das Eis. Für sein künstlerisch innovatives Programm wurde er mit der Silbermedaille be-lohnt. Ebenfalls Silber gewannen Sonja Wasser (Möhnesee) in der Kategorie Damen AK 1630 und Marion Lesti (Grimma) in der Kategorie Damen AK 31 und älter, die beide Musik aus dem Musical "Elizabeth" interpretierten. Ihre zweite Goldmedaille erlief sich Christiane Berg, die damit zur erfolg-reichsten Teilnehmerin des "Deutschland-Pokals" avancierte. Eine Attraktion stellte ebenfalls das bislang einzige Hobby-Synchroneiskunstlaufteam Deutschlands "N'Ice Time" aus Berlin dar. Das Programm hatte trotz einiger kleiner Fehler einen enormen Schwierigkeitsgrad. Erstaunlich, mit welcher Souveränität sich die Berliner in Grimma präsentierten. Interessenten können einen Videomitschnitt des Wettbewerbs beim ESV Grimma (Fax 03437/973795) erwerben. Der "DeutschlandPokal für Hobbyläufer" fand mit einem Empfang im Foyer der Mul-dentalhalle einen feierlichen Schlusspunkt. Der Landrat des Muldentalkreises, Dr. Gerhard Gey, und Johannes Wehr, Präsident des sächsischen Eissportverbandes, überreichten die liebevoll gestalteten Pokale. Danach luden die Gastgeber zu einem gemütlichen Beisammensein mit Büfett ein. Der "Deutschland-Pokal" war ein Fest des Eiskunstlaufs, das allen Teilnehmern wohl in bester Erinnerung bleiben wird. Dazu hat das Team um OrganisationsChefin Isabel Kirsten wesentlich beigetragen beste Empfehlung für eine Fortsetzung. MH
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| Ein
Fest
des
Breitensports
erlebte
die
Eissporthalle
Grimma
anlässlich
des
ersten
"Deutschland-Pokals
für
Hobbyläufer
im
Eiskunstlaufen".
Gleichzeitig
wurden
die
sächsischen
Meistertitel
vergeben.
Der
Eissportverein
Grimma
empfing
als
Ausrichter
des
Wettbewerbs
Gäste
aus
Baden-Württemberg,
Bayern,
Berlin,
Nordrhein-Westfalen
und
Sachsen.
Besonders
freuten
sich
die
Organisatoren
über
die
Teilnahme
eines
Läufers
aus
Paris. Bereits im Vorjahr hatte der Verein um Präsident Matthias Hampe und Falko Kirsten als sportlichen Leiter mit großem Erfolg "offene sächsische Meisterschaften" initiiert und aus-gerichtet. Die Deutsche Eislauf-Union hat die Idee aufgegriffen und daraus einen neuen Wettbewerb etabliert. 55 Sportler kämpften nun im Einzellauf (Damen und Herren), Paarlauf, Eistanz, Interpretation und Synchroneiskunstlaufen um Pokale und Medaillen. Um gerechte Ergebnisse zu erzielen, wurden Teilnehmerfelder im Einzellaufen in Leistungs- und Altersgruppen sowie in der Interpretation in Altersgruppen geteilt, so dass ingesamt elf Kategorien auf dem Programm standen. Die Dominanz der Berliner Läufer, die bei den Meisterschaften im Vorjahr mit Ausnahme des Eistanzens alle Titel gewannen, fiel beim "Deutschland-Pokal" nicht ganz so groß aus. Aber immerhin konnten sechs Berliner Kufenkünstler Siegestrophäen mit nach Hause nehmen. Bayern gewann drei, Nordrhein-Westfalen und Sachsen errangen je einen Titel. Auch das läuferische Niveau war im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen - ein Indiz für den Erfolg von Wettbewerben im Breitensport. Die Betreuung von erwachsenen Hobbysportlern könnte sich zu einem lukrativen Erwerbszweig für Trainer entwickeln, wenn die Vereine den Hobbygruppen genügend Eiszeiten zur Verfügung stellen und die Landesverbände den Breitensport entsprechend anerkennen würden. Hier bleibt noch viel zu tun, um das Eiskunstlaufen auf eine breitere Basis zu stellen. Viele Beobachter waren erstaunt, welch gute Leistungen die Hobbysportler mit nur ein- bis zweimal Training pro Woche erbringen und mit wieviel Hingabe sie ihre Programme und Kostüme gestalten. So siegte im Einzellaufen der Damen A Bettina Keil (BTSC) souverän mit sehr sauberen Doppelsalchows
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und
Doppeltoeloop.
Bei
den
Herren
gewann
Axel
Bönnick
(BTSC),
der
als
Highlight
eine
Kombination
aus
Lutz
und
Doppeltoeloop
versuchte,
knapp
vor
Tuan
Tu
Ho
(BTSC),
der
einen
leicht
auf
vorwärts
gelandeten
Doppelsalchow
zeigte
und
für
seinen
Axel
aus
dem
Mond
Szenenapplaus
erhielt.
Leider
fielen
die
Teilnehmerfelder
mit
je
nur
zwei
Sportlern
gering
aus. Aber auch die Darbietungen der "reinen" Hobbyläufer konnten sich sehen lassen. Die Kür von Daniela Solinas (Dorffen) gehörte zu den Höhepunkten des "Deutschland-Pokals". Ihr ballettartiger Vortrag verdeutlichte, dass Programme auch ohne Dreifachsprünge durchaus attraktiv sein können. In der B-Note erhielt sie verdient Noten bis 4,2. Auch die Siegerin in der AK 16-30, Christiane Berg (Geretsried), hätte mit ihrem tempostarken Kürvortrag in der leistungsorientierten Kategorie starten können. Um in beiden Altersklassen aufs Podium zu kommen, waren fünf verschiedene Einfachsprünge, eine Waage- und Sitzpirouette notwendig. Bei den Herren gelang es Mario Manns (BTSC) als einzigem Teilnehmer der gesamten Wettbewerbe, seinen Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Auch er zeigte fünf verschiedene Sprünge und drei verschiedene Pirouetten. Für den ersten sächsischen Sieg im Eiskunst-laufbreitensport für Erwachsene bei einem bundesweiten Wettbewerb sorgte das Sportpaar Stephanie Härtel/Steve Hantschmann vom ESV Grimma. Die als Honorartrainerin tätige Stephanie Härtel hat speziell für diesen Wettbewerb Paarlaufelemente einstudiert. Steve Hantschmann ist eigentlich Eishockeyspieler. Er tauschte erst im Februar die Schlittschuhe und erlernte mit großem Ehrgeiz Sprünge und Pirouetten. Für ihr Programm erhielten die beiden trotz läuferischer Reserven vom Publikum eine Standing Ovation - verdienter Lohn für die großen Anstrengungen und zahlreichen Blessuren bei der Vorbereitung. Sportliche Highlights waren Wurfaxel und Doppelwurfsalehow. Im Einlaufen zeigten sie gar den Doppelwurfaxel, was Paarlaufikone Heidemarie Walter-Steiner anerkennend zu würdigte. Leider beteiligten sich im Eistanzen nur drei Tanzpaare. Als Pflichttänze waren "Palais Glide" und "Rocker Foxtrott" gefordert. Be-
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Quelle:
piruette
Juni
2002
Ausgabe
6
Seite
23