„Swiss Cup“ an Shooting Stars

  Mannheimer Team in Widnau erneut ganz oben

 

Am 1. und 2. März fand in Widnau (CH) bereits zum 15. Mal der „Swiss Cup“ der Synchroneiskunstläufer statt. Aus Deutschland nahmen in der Meisterschaftskategorie Senioren, die dritten der diesjährigen deutschen Meisterschaften, die Shooting Stars Mannheim teil. Trotz einiger personellen Umstellungen im Vorfeld des Wettbewerbes gelang den Mannheimern ein fehlerfreies Kurzprogramm. Durch das Preisgericht wurde die Darbietung klar mit dem ersten Platz belohnt.

Als stärkste Konkurrenz für die Shooting Stars erwies sich das ungarische Team Black Rose, jedoch wirkten die Übergänge zwischen den einzelnen Elementen nicht sehr flüssig. Auffällig war bei den Teams auf den folgenden Plätzen, dass die synchrone Ausführung der geforderten Pirouette erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Auch trübten einige Stürze den Gesamteindruck bei den einzelnen Teams. Deutliche Abzüge in der A-Note waren die logische Folge.

Die seit dieser Saison geänderten Regeln, welche nun auch Sprünge, Pirouetten und Hebungen erlauben, wurden von den Shooting Stars in der Kür voll ausgenutzt. Eine deutliche Steigerung zu den vorangegangenen Wettbewerben war erkennbar, auch wenn zwei Stürze im Mittelteil des Programms den Gesamteindruck etwas trübten. Die durch Andrea Gilardi choreographierte Kür zur Musik „Mac and Mable“ kam nicht nur beim Publikum seht gut an, sondern auch beim Preisgericht. Wertungen bis 5,2 bedeuteten den ersten Platz. Damit haben die Shooting Stars den Wanderpokal bereits zum dritten Mal in Folge gewonnen.

Die letztendlich zweitplatzierten Ungarn Black Rose hatten in der vergangenen Saison bereits WM-Erfahrung gesammelt. Einige der dort gesammelten Inspirationen, unter anderem ein Saltoelement, wurden in der Kür umgesetzt. Dennoch wirkte das Programm etwas verkrampft. Dritter wurde das französische Team Lagora, das vom Schwierigkeitsgrad schon deutlich gegenüber den beiden Spitzenteams abfiel.

Bei den sogenannten Breitensportteams war das Team „Ice Time“ aus Berlin am Start. Die Berliner Gruppe zeigte zwar läuferisch ein recht ansprechendes Programm. Da aufgrund beruflicher Verpflichtungen und Krankheiten einige Läuferinnen verhindert waren, und somit nur neun Sportlerinnen an den Start gingen war eine Platzierung im Vorfeld nicht möglich. Sieger in der Kategorie Erwachsene wurde das Team Ice Wings aus Burgdorf in der Schweiz.

Insgesamt war der Wettbewerb wieder einmal hervorragend organisiert. Die Stimmung in der Halle war wie in den vergangenen Jahren wieder überschäumend. Vor allem die vielen Breitensportteams verbreiteten eine tolle Atmosphäre in der ansonsten kühlen Eishalle. Schade nur, dass nicht mehr deutsche Teams, vor allem aus dem Nachwuchs- und Juniorenbereich diesen Wettbewerb in ihrem Terminkalender haben.

 

Peter Rittmann

(aus "Pirouette" April 2003)